“Never change a running system”- oder doch? Wie Sie mit der Scrum Methode ein Projekt effizienter abschließen.

Der Erfolg vieler Unternehmen basierte auf der Redewendung „Never change a running system“. Um jedoch am Markt bestehen zu können darf man nicht in alten Mustern verharren, sondern muss sich der Zeit anpassen. Betrachtet man traditionelle Prinzipien des Projektmanagements, erkennt man, dass diese heute nicht mehr zwingend die beste Lösung für erfolgreiche Projekte sind. Vielmehr sind es die neuen agilen Ansätze, die für den Erfolg eines Projektes sorgen. Hier greift die Scrum Methode, die wir Ihnen heute von epco vorstellen möchten. Mit der Scrum- Methode können Sie durch enge Abstimmungen untereinander, ständige Kommunikation, flexible Vorgänge und kurzfristig abgesteckte Ziele effizienter zu einem erfolgreichen Projektabschluss kommen.

Es handelt sich hierbei nicht um eine Technik oder einen Prozess, sondern um ein Framework innerhalb dessen verschiedene Prozesse und Techniken zum Einsatz gebracht werden. Entwickelt wurde sie in der Softwaretechnik von den beiden US-Amerikanern Ken Schwaber und Jeff Sutherland. Anwendung findet die Methode bei der Entwicklung komplexer Produkte, unabhängig von der Softwaretechnik. Scrum basiert dabei auf der Theorie empirischer Prozesssteuerung (Empirie = Wissen wird aus Erfahrung gewonnen und Entscheidungen werden auf Basis von Bekannten getroffen).  Grundlage der Empirischen Prozesssteuerung sind die drei Säulen Transparenz, Überprüfung und Anpassung. Dabei versteht man unter Transparenz eine gemeinsame Prozesssprache. Wesentliche Aspekte des Prozesses müssen für diejenigen sichtbar sein, die für das Ergebnis verantwortlich sind. Mit Überprüfung ist gemeint, dass Scrum Anwender die “Scrum Artefakte” und den Fortschritt ständig auf die Erreichung des “Sprint” Ziels überprüfen, um unerwünschte Abweichungen zu erkennen. Sollten Abweichungen entstehen, muss angepasst werden. Während Scrum Änderungen begrüßt, um daraus zu lernen, sind traditionelle Projektmanagementmethoden darauf ausgerichtet sie zu vermeiden. Scrum schreibt vier formale Ereignisse für Überprüfung und Anpassung vor.

Projektlaufzeit in Scrum (Sprint):

Die Projektlaufzeit wird in Scrum in sogenannte Sprints bzw. Iterationen eingeteilt. Ein Sprint ist quasi das Herz von Scrum. Er darf maximal 4 Wochen lang sein. Ziel ist es, innerhalb eines Sprints ein fertiges, nutzbares und potenziell lieferbares “Produkt Inkrement” (Version eines Produktes) herzustellen.

Ereignisse innerhalb eines Sprints:

Scrum verwendet vorgeschriebene Ereignisse, um eine Regelmäßigkeit herzustellen und die Notwendigkeit anderer, nicht in Scrum definierter Besprechungen zu minimieren. Alle Ereignisse in Scrum haben eine zeitliche Beschränkung (“Time-Box”).

Sprint Planning:

Das “Sprint Planning” ist das erste Ereignis in Scrum, indem die Arbeit für den kommenden Sprint durch die gemeinschaftliche Arbeit des Scrum Team geplant wird. Es wird definiert, was in dem “Produkt Inkrement” des kommenden Sprints enthalten ist und wie die erforderliche Arbeit für die Lieferung des “Produkt Inkrements” erreicht wird.

Daily Scrum:

Der “Daily Scrum” ist ein Art tägliches Austausch-Meeting für das Entwicklungsteam. Ergebnis des Meetings ist ein „synchronisiertes Team“, ein  Plan, identifizierte Hindernisse und ein aktualisiertes Taskboard. Des Weiteren überprüft das Entwicklungsteam seinen Fortschritt in Richtung des Sprint Ziels.

Sprint Review:

Im “Sprint Review” werden die Ergebnisse des Sprints (Überprüfung des Produkt Inkrement) und gegebenenfalls bei Bedarf eine Anpassung des “Product Backlog” vorgenommen. Es handelt sich hierbei nicht um ein Statusbericht, sondern eher um ein informelles Meeting.

Sprint Retrospektive:

Die Sprint Retrospektive ist ein „Selbstüberprüfungs“ Meeting mit dem Ziel einen Verbesserungsplan für den nächsten Sprint zu erstellen. Hier werden Fragen beantwortet wie z.B. Was lief gut? Was lief nicht gut? Was kann man nächstes Mal besser machen?

Scrum Team:

Ein Scrum Team ist selbstorganisierend und verfügt über alle Kompetenzen, die erforderlich sind, um die Arbeit zu erledigen, ohne dabei von Personen außerhalb des Entwicklungsteams abhängig zu sein. Das Team besteht aus einem Scrum Master, Development Team und Product Owner.

Scrum Master:

Der “Scrum Master” dient innerhalb des Teams als Trainer/Coach. Er ist dafür verantwortlich, dass Scrum funktioniert und Hindernisse beseitigt werden.

Development Team:

Das “Development Team” ist für die Entwicklung des Produktes zuständig und somit für die Lieferung der “Product Backlog Items”.

Product Owner:

Der “Product Owner” bringt den ganzen Scrum Prozess mit einer Produktvision ans Laufen. Er sorgt dafür, Anforderungen für das Zielprodukt aufzustellen und diese im “Product Backlog” zu verwalten. Dabei bezieht er “Stakeholder” (z.B. Vertrieb, Marketing, Auftraggeber) ein. Außerdem steht er dem “Development Team” für Fragen zu den Anforderungen zur Verfügung.

Artefakte:

Product Backlog:

Das “Product Backlog” ist eine geordnete Liste mit Eigenschaften, die im Produkt enthalten sein sollen. Besitzer des “Product Backlog” ist der “Product Owner”. Es handelt sich hierbei um eine dynamische Liste, da während der Projektlaufzeit einzelne Einträge hinzukommen oder verschwinden.

Sprint Backlog:

Das “Sprint Backlog” ist eine Vorausplanung, welche Funktionalität im nächsten Inkrement bzw. im Lauf des Sprints implementiert werden soll. Daraus werden dann Aufgaben abgeleitet, die zur Umsetzung der Funktionalität notwendig sind.

Produkt Inkrement:

Das “Produkt Inkrement” ist eine Art Version des Produktes. Es enthält alle Produkt Backlog Einträge, die während des aktuellen und des vorigen Sprints fertiggestellt wurden.

Sind Sie neugierig geworden, wie auch Sie Scrum als agile Projektmanagementmethode bei sich anwenden können? Wir freuen uns darauf, Ihnen unsere Scrumexpertise durch geschulte Scrum-Master zur Verfügung zu stellen! Kontaktieren Sie uns.