Der Nutzenstifter

“Talk aus dem Nähkästchen - epco inside!”

Interview und Gründerstory zu epco mit Peter Schmitt

Nutzenstifter – dieser Begriff prägt die epco und deren Mitarbeiter. Doch was steckt dahinter? Manche von Ihnen hätten bestimmt schon gerne mal Mäuschen gespielt und das ein oder andere Detail aus der epco Gründerstory und zu Peter Schmitt erfahren! Jetzt haben sie die einmalige Gelegenheit. Wir gewähren Ihnen einen Blick hinter die Kulissen und lassen den Gründer Herrn Peter Schmitt zu Wort kommen. Freuen Sie sich auf eine Runde “Talk aus dem Nähkästchen – epco inside!”

Wer ist Peter Schmitt überhaupt?

Das sagt der Chef über sich selbst:

  • Christ, Ehemann, Vater von drei Kindern, Gründer und Projektmanager.
  • Ich will Teil der Lösung und nicht des Problems sein.
  • Darum halte ich es mit Luthers Satz : „Bete, als ob alles Arbeiten nichts nützt, und arbeite, als ob alles Beten nichts nützt.“

Das sagen die Mitarbeiter über Ihren Chef:

  • "Peter Schmitt ist Mr Brainy - es gibt nichts was er nicht weiß und wenn doch, liest er es nach! Ich habe selten einen so intelligenten, wissbegierigen Menschen getroffen, mit dem es so viel Spaß macht Neues zu lernen und dem es am Herzen liegt, dieses auch verständlich zu vermitteln. Peter ist ein Chef, des sich selbst oft in den Hintergrund stellt, um seine Mitarbeiter glänzen und wachsen zu sehen." Isabel Hollweck - Backoffice Managerin
  • "Ich habe Peter Schmitt als Mann kennengelernt, der höchste moralische Integrität mit äußerster Professionalität verbindet. Er hat mir eine Chance gegeben, wo andere Unternehmen nach einer längeren Reconvaleszenzphase keine gaben." - Arndt Fritzen - Projektmanager + Consultant
  • "Sympathisch, professionell und klug sind drei von vielen Eigenschaften die Peter Schmitt auszeichnen." - Philip Härtel - Dualer Student
  • "Als erfahrener Manager mit Hands - on Mentalität ist Peter Schmitt stets auf der Suche nach pragmatischen und effizienten Lösungen. Der geschaffene Nutzen steht immer im Fokus. Mit seiner umfangreichen Methoden - und Fachkompetenz sprengt er dabei ein ums andere Mal das Korsett veralteter Strukturen und überholter Prozesse. Sein innerer Drang zur Optimierung und Verbesserung kommen ihm dabei ebenso zugute, wie die Fähigkeit komplexe Sachverhalte einfach und verständlich zu erklären." - Tobias Eling - Senior Testmanager
Peter Schmitt auf dem Balkon

Know How und Expertise:

  1. Die Expertise von Peter Schmitt besteht aus 20 Jahren Berufserfahrung im Projektmanagement und der Beratung, national und international. Seine Branchenschwerpunkte sind hierbei Telekommunikation, Banken, Logistik und Chemie. Der 46-Jährige hat viele Projekte wie z.B. die Ausschreibung, Einführung und Migration aus einem bestehenden MDM System zu Airwatch verantwortlich geleitet, um den mobilen Service der Deutschen Bahn voranzutreiben. Auch wurde er 2018 von Forbes auf Platz 5 der Top Influencer auf Twitter platziert.

Fragen an den Unternehmer Peter Schmitt:

  • Was genau macht Ihre Firma und was ist das Besondere an Ihrer Geschäftsidee?
  • Die Idee ist es, Beratung und Projektmanagement in der IT mit einer klaren Nutzenorientierung zu machen. Es geht also nicht nur um das WAS, sondern vor allem um das WOZU. Also: Ist eine Änderung wirklich relevant für den Geschäftsprozess des Kunden? Neben Geld sollte auch immer eine Prozessverbesserung für den Kunden entstehen.
  • Für was steht epco?
  • Das war erstmal aus dem Blauen heraus. Es war der Name der Datei unter dem ich meinen ersten Businessplan abgespeichert hatte. Wenn ich dem ganzen einen Sinn geben würde, könnte es auch für Enterprise Project Consulting stehen.
  • Was war der Auslöser für die Selbstständigkeit?
  • Ich wollte ausprobieren, ob Dinge die ich in meiner Zeit als Angestellter in anderen Unternehmen als verbesserungsfähig empfunden habe, tatsächlich besser umsetzen kann. Nicht meckern, sondern machen!
  • Warum wurde das Unternehmen gegründet?
  • Der Zweck ist es, vorhandenes Potential durch sinnvollen Einsatz von Technik und Methoden zu steigern. Dies bezieht sich auf alle drei Ebenen: 1.) Mitarbeiter entwickeln und fördern. 2.) Die epco effizient kontinuierlich weiter entwickeln. 3.) Kunden dabei zu helfen durch Einsatz von geeigneter Methoden die eigenen Prozesse und Techniken effizient zielorientiert zu realisieren.
  • Ist man wirklich "selbst" und "ständig" im Einsatz?
  • Es ist eine Herausforderung, vor allem in der ersten Zeit. Als Gründer ist man für alles selbst verantwortlich. Das geht definitiv nicht in 37,5 Stunden.
  • Wird das mit der Zeit, mit Routine besser?
  • Ja und nein, man versucht, irrt, optimiert, wird effizienter und lernt was man weglassen kann. Aber man entdeckt dabei die Themen, die bisher nicht relevant waren, aber ein Engpass bei der weiteren Entwicklung werden könnten. Dann versucht man dort Lösungen zu finden.
  • Was war die größte Schwierigkeit, die Sie auf Ihrem Gründerweg überwinden mussten?
  • Sich überhaupt auf den Weg zu machen und den Mut nicht zu verlieren. Es kostet nicht nur mehr Zeit als man denkt, sondern auch definitiv mehr Kraft.
  • Haben Sie Tipps & Tricks zum Thema Gründung?
  • Such dir Hilfe von jemanden, der schon mal erfolgreich gegründet hat und höre aufmerksam zu! Man muss nicht jeden Fehler selbst machen und man sollte sich früh und oft Feedback holen. Das kann eine Art Beirat sein, ein befreundeter Gründer oder Unternehmer. Auch kann man sich nicht um alles auf einmal kümmern und sollte gucken, was aktuell der größte Engpass ist und da dann alle Mühe darauf verwenden.
  • Gibt es aus Ihrer Sicht Know-How, was unerlässlich ist um zu gründen oder kann man alles mit "learning by doing" realisieren?
  • Ich denke das meiste kann man lernen und es ist immer auch die Frage was man gründet: Ein Startup mit Venture Capital Finanzierung, ein Startup aus Crowdfunding oder eine Gründung aus Eigenmitteln erfordern sehr verschiedene Erfahrungen, Wissen und Fähigkeiten. Was aber alle Gründungswillige benötigen ist Disziplin und Leistungswillen. Zufällig kommt man nichts ans Ziel.
  • Gibt es bestimmte Dinge auf die man von Anfang Wert legen sollte.
  • Eine pauschalisierte Antwort hier zu geben finde ich schwierig. Aus meiner Sicht funktioniert nichts ohne Beziehungen. Auch ganz ohne Marketing geht es nicht und "nur" ein gutes Produkt zu haben funktioniert leider auch nicht. Auch die Einhaltung von Standards hilft ohne Kunden/ Käufer nicht weiter. Ich würde nach dem größten Engpass gucken, der einem am Vorankommen hindert und dort ansetzen. Ein Netzwerk aus Beratern, (Mit-) Gründern und Kunden halte ich allerdings für unerlässlich.
  • Welchen Ratschlag hätten Sie gerne auf Ihrem Gründerweg gehabt, den Sie sich so erst hart erarbeiten mussten?
  • Wenn du ankommen willst, halte die Risiken im Auge und rechne potentiell immer mit dem Schlimmsten. Wenn die Risiken nicht eintreten dann ist es kein Problem, wenn die Risiken eintreten und man hat keine Vorsorge getroffen, dann kann es sehr unangenehm werden. Das ist z.B. genügend Zeit, Vertrieb und Produktentwicklung dauern nach meiner Erfahrung immer länger als man denkt. Außerdem genügend Geld, Rechnungen werden später gezahlt als erhofft, die Steuer kostet mehr Geld als erwartet. Daher sollte für Unvorhergesehenes immer ein Puffer in Zeit und Liquidität eingeplant werden. Sei nicht zu stolz und lass dir helfen. Überprüfe jede deiner Annahmen kritisch.
  • Gibt es bestimmte Tools die Sie Neugründern und Start-ups empfehlen würden, welche die Arbeit effizienter und schneller machen?
  • Ich nutze Mind Maps um mir Ideen zu strukturieren. Das funktioniert für mich prima. Das andere ist eine Office Version in der Cloud, das vereinfacht die Zusammenarbeit mit Kunden und Kollegen.
  • Wo sitzen Sie mit Ihrer Firma und warum haben Sie sich für diesen Standort entschieden? Spielt der Standort überhaupt eine Rolle in diesem Bereich?
  • Im Consulting ist die nächste Autobahn, der nächste ICE Bahnhof und der nächste Flughafen definitiv eine relevante Größe die beachtet werden sollte. Nicht alle Kunden ermöglichen remote Arbeit. Die Kunden sitzen in Hamburg, München, Frankfurt oder sonst wo. Da ist die Infrastruktur relevant und es braucht für den Hauptstandort definitiv stabiles Internet mit ausreichend Bandbreite. All das haben wir an unserem Standort in Rösrath. Schnelles Internet, die A3 und A4, sowie den Messe Deutz ICE Halt und den Köln Bonn Flughafen. Aber auch im Umkehrschluss Dinge zur Erholung und des täglichen Bedarfs in unmittelbarer Nähe. Hier ist der Wald, sowie eine Stadt mit Geschäften direkt vor der Haustür.
  • Sie haben Mitarbeiter an den verschiedensten Standorten bei Kunden deutschlandweit im Einsatz, die alle mobil für das Hauptunternehmen arbeiten und auf alles zugreifen können. Ein fixer Arbeitsplatz wie es mehrheitlich noch immer die Regel ist wird so überflüssig. Ziemlich revolutionär! Wie kamen sie darauf?
  • Ich selbst habe verschiedene Projekte rund um den digitalen Arbeitsplatz für Kunden begleitet und kenne deswegen Vor- und Nachteile dieser Möglichkeiten sowie die Produkte, die hier sinnvoll genutzt werden können sehr gut. wenn es also einen Nutzen stiftet ein Office in der Cloud zur Verfügung zu stellen und zu nutzen, damit Kollegen in x - KM Entfernung zusammen zeitgleich an einem Konzept oder eine Präsentation schreiben können, warum dann nicht? Es hilft die Vereinbarkeit von Familie und Arbeit zu erleichtern, Fahrzeiten zu reduzieren, aber auch Arbeitsabläufe zu beschleunigen. Wir ermöglichen diesen Nutzen für unsere Kunden, warum sollten wir es dann nicht für uns selbst auch nutzen.
  • Warum beauftragen Kunden überhaupt IT - Unternehmensberater?
  • Weil man in der Komplexitä der heutigen Welt nicht alles können und wissen kann. Wir machen auch unsere Steuer nicht selber und haben Rechtsberater. Es ist also völlig normal sich beraten zu lassen. Entscheidend ist immer die "Lernrendite". Ein IT Berater hat das Problem meist bereits in einem ähnlichen Kontext erfolgreich gelöst und der Kunde spart sich so Zeit, Nerven und Fehlschläge die potentiell viel Geld kosten können. Zum anderen haben viele Kunden ein Problem in der Gewinnung von qualifiziertem Personal, so dass sie gerade für Projekte auf externe Mitarbeiter zurückgreifen müssen.
  • Wer kann IT- Unternehmensberater sein?
  • Aus meiner Sicht, jeder der die Komplexität von IT versteht, sie durchdringt und sich dafür begeistert. Das ist das Fachthema und sollte einfach beherrschbar werden. Außerdem jeder der in Prozessen denken kann, denn es geht um Automatisierung. Schließlich jeder der die Empathie und soziale Kompetenz hat mit Menschen um zu gehen, denn wir arbeiten mit und für Menschen.
  • Welche Eigenschaften benötigt man, um erfolgreich IT Projekte zu gestalten?
  • It - Projektmanagement besteht im Grunde aus 4 gleichberechtigten Teilen. Im ersten Teil geht es um klare Aufgabenstellungen, Anforderungsanalyse und die Planung. Hier ist daher Organisationstalent gefragt. Der zweite Teil bedarf der IT Kompetenz, um die Relevanz und die Abhängigkeiten für die Erreichung des Ziels zu erkennen. Teil 3 beschäftigt sich mit Budget, Wertbeiträgen, Prozesskosten oder Sourcing Strategien (Make or Buy). Dafür ist betriebswirtschaftliches Know How erforderlich. Viertens und letztens geht es um Kommunikation, Vermittlung von Interessenskonflikten, ums zuhören und strategisch geschicktes Vorgehen. Das erfordert in hohem Maß Sozialkompetenz. Der Projektmanager ist also wenn man so will ein Sozialarbeiter mit IT Know-How, BWL Kenntnissen und Verhandlungsgeschick.
  • Ist die IT Fähigkeit wichtiger als die Kommunikationsfähigkeit?
  • Man kann das nicht gegeneinander gewichten, es braucht zwingend beides. Je nach Projekt mal mehr davon, mal mehr hiervon.
  • Bei Beratern, können hohe Schäden entstehen. Ist das nicht als Gründer ein enorm hohes Risiko? Warum hat Sie das nicht abgeschreckt? Was raten Sie zur Absicherung?
  • Ja, das ist ein großes Risiko. Aber dafür gibt es passende Produkte in der Versicherungsbranche. Potentiellen Gründern würde ich dazu raten sich zu diesen Themen professionell beraten zu lassen.

Ein Ausblick in die Zukunft mit Peter Schmitt

  • Momentan gibt es einige Trends in der Consulting Branche. Welche sind aus Ihrer Sicht beachtenswert?
  • Tatsächlich gibt es aktuell eine Reihe von Trends. Technologisch z.B. digital Workspace und Cloud Sourcing Strategien. Aber hier gibt es bereits eine gegenbewegung aus der Public Cloud zurück zur Privat Cloud. Außerdem Virtualisierung von Netzwerken, innerhalb der Rechenzentren, aber auch im Wide Area Network Umfeld. Technologien die alle dazu dienen Kosten zu sparen, Komplexität zu reduzieren, sowie für den Kunden die Zusammenarbeit zu vereinfachen. Dann ist da noch das Thema Führung, z.B. das Thema Agilität in den Ausprägungen Scrum, Design Thinking und Kanban. Der Ursprung dafür liegt darin, dass in den immer komplexeren Unternehmen und Projekten eine zentralisierte Führungsstruktur keine ausreichend innovativen Lösungen schafft. Und das hat dann auch Auswirkungen auf Projekte. Man muss hier aber genau hinsehen, in welcher Unternehmenskultur und in welchem Projekt man was einsetzt, damit es dann auch seinen Nutzen vollständig entfalten kann.
  • Wo geht es hin? Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?
  • Erstmal geht es nach Holland, wo wir uns jedes Jahr zu einem Planungswochenende zusammenfinden. In fünf Jahren hoffe ich, das die epco ein noch besserer Arbeitgeber sein kann, der das Potential seiner Mitarbeiter fördert. Das wir noch spannendere Technologien und Methoden anbieten können, die unseren Kunden noch einen höheren Nutzenfaktor als schon heute bieten können. Das ist mein Wunsch!
  • Würden Sie sich heute mit all den Erfahrungen die Sie gemacht haben nochmal dazu entscheiden, sich selbstständig zu machen?
  • Ja! Das hat viel damit zu tun, dass mir meine Frau das Vertrauen geschenkt hat die epco gründen zu dürfen. In stressigen Zeiten war es nicht immer zum Vorteil der Familie. Wenn man müde und manchmal auch überfordert nach Hause gekommen ist und dazu noch spät. Sie ist ein wichtiger Teil von epco! Wir dürfen zunehmend unsere Werte leben und sehen, wie unsere Mitarbeiter in ihr Potential finden und damit Kunden einen Mehrwert stiften. Beratung die Nutzen stiftet für Mitarbeiter und Kunden und einen klaren Business Case mit ihren Projekten erzielt ( x-faches Nutzen zu Kosten Verhältnis). Das war mein Wunsch und das dürfen wir heute tun. Nutzenstifter sein!